Mongolische Kalligraphie

Mongolische Kalligraphie

Fux Karachovic, ein tschechischer Kalligraph

Fux ist ein junger tschechischer Künstler, den ich in Ulaanbaatar kennen gelernt habe. Angefangen hat er schon als 12 oder 13 jähriger, als er geholfen hat jüdische Friedhöfe zu erhalten und daher mit der alten hebräischen Schrift in Kontakt kam. Zudem besuchte er eine Kunstkolleg um neben der normalen Schulausbildung auch die schönen Künste zu erlernen.

Traditionelle mongolische Schrift

Als er Jahre später zum ersten mal die traditionelle mongolische Schrift sah, spürte er direkt, dass dies seine Lieblingsschrift sein wird und er vor allem sich der mongolischen Kalligraphie widmen wird. Die schwungvollen Linien, die von oben nach unten geführte Schrift eignet sich perfekt um kurze und prägnante Sätze und Wörter zu schreiben. Der Ursprung der Schrift liegt bei den Uiguren, aber seit der Zeit von Chinggis Khan benutzen die Mongolen diese Schrift. Während sie in der Mongolei durch das Kyrillische ersetzt wurde besteht sie in China weiter in der Inneren Mongolei fort und befindet sich sogar auf chinesischen Geldscheinen.

Kalligraphiekunst in der Mongolei

Fux ist vielleicht der einzige tschechische Künstler, der sich mongolischer Kalligraphie widmet. Mir persönlich ist zudem nur Steve Morell bekannt, ein Franzose, der schon einige Jahre in der Mongolei lebt und die mongolische Kultur pflegt.

In der Mongolei arbeitet Fux mit zwei mongolischen Kalligraphen zusammen: Sergelen und Tamir. Tamir ist der ältere der beiden und wohl bekannteste Kalligraph der Mongolei. Sergelen, genauso gut allerdings einige Jahre jünger.

In der Mongolei gibt es immer wieder Bestrebungen die alte Schrift wiedereinzuführen, oder zumindest das Wissen um die alte Schrift aufrecht zu erhalten.


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