Ulaanbaatar

Ulaanbaatar

Ulaanbaatar – die Hauptstadt der Mongolei

Ulaanbaatar ist die Hauptstadt der Mongolei und Zentrum des Landes in jedweder Hinsicht. Hier befindet sich ein wichtiger Zwischenstopp der Transmongolischen Eisenbahn und das sehr kleine mongolische Netz das daneben noch kleine Verästelungen aufweist läuft in Ulaanbaatar zusammen. Der einzige internationale Flughafen der Mongolei befindet sich in der Nähe von Ulaanbaatar und mehrere Busbahnhöfe verbinden die Hauptstadt mit den anderen Aimagzentren.

Ulaanbaatar ist allerdings auch das Zentrum der Finanzindustrie mit allen wichtigen Banken, der Finanzaufsicht, der Börse und der großen Mehrheit der anderen Finanzunternehmen. Zentrum des Kulturlebens mit Oper und Theater.  In Ulaanbaatar befinden sich die wichtigsten Universitäten und Forschungseinrichtungen des Landes.

Was bedeutet „Ulaanbaatar“?

Der Name der Stadt bedeutet „Roter (Ulaan) Held (Baatar)“ – eine Namensgebung nach dem Sieg der Volksrevolution im Zuge der Gründung der mongolischen Volksrepublik – dem zweiten sozialistischen Land nach der Sowjetunion. In den deutschsprachigen Ländern ist die Stadt oft auch noch als Ulan Bator bekannt.

Stadtentwicklung

Traditionell wurde die Hauptstadt der Mongolei oft verlegt. Dies war eine Notwendigkeit, da Grasflächen schnell überweidet waren – im weiteren Umkreis der Stadt und insbesondere da Flüsse ihr Bett verlegten und als Folge auch die immer schon mobile Hauptstadt umziehen musste. Da die Stadt zumeist aus Gers und teilweise Holzbauten bestand war es kein großes Problem die Hauptstadt zu Verlegen.

Das moderne Ulaanbaatar entstand insbesondere in den 50-80er Jahren mit starker Hilfe des großen Bruders im Norden. Dem sowjetischen Stil folgend, wurde eine Stadt mit den typischen Plattenbauten und zentralen Gebäuden wie Oper, Parlament und Theater hochgezogen. Diese wohl geordneten Stadt wurde für 300,000 Einwohner gebaut – was etwa einem Drittel der Einwohner der Mongolei in den 70-80er Jahren entsprach – sicherlich sehr großzügig gebaut und geplant für die damaligen Verhältnisse.

Nach der Wende beschleunigte sich die Stadtentwicklung und heute hat Ulaanbaatar mehr als 1.2 Millionen Einwohner – fast die Hälfte der Mongolen leben in Ulaanbaatar und der unmittelbaren Umgebung. Im Stadtzentrum und im Süden sind moderne Hochhäuser entstanden.

Blue Sky Tower südlich des Sukhbaatar Platzes in Ulaanbaatar
Blue Sky Tower südlich des Sukhbaatar Platzes

Die rasante Entwicklung hat aber auch Schattenseiten: Die Bauqualität ist nicht überall hoch genug um den möglichen Erdbeben in der Gegend stand zu halten und die Infrastruktur ist nicht mit gewachsen. Die Stromversorgung der Stadt entwickelt sich immer mehr zu einem Problem. Wasser, Abwasser, Heizung und Straßen sind in den letzten Jahrzehnten kaum ausgebaut worden.

Keine Schönheitskönigin

Ein Schönheitswettbewerb wird Ulaanbaatar nicht gewinnen. Zu großen Teilen ist die Stadt grau in grau und Du wirst auf den ersten – und zweiten Blick nur wenige schöne Ecken finden. Allerdings ist die Stadt das kulturelle Zentrum in der Mongolei mit zahlreiche Veranstaltungen, Museen, Aufführungen und Ausstellungen. Und Du kannst dir die Stadt in den zahlreichen Bars und Clubs schön trinken.

Das Gandan-Kloster

Gandan Kloster in Ulaanbaatar, Mongolei
Gandan Kloster in Ulaanbaatar

Das Gandan-Kloster ist eines der größten buddhistischen Klöster der Mongolei und vor der sozialistischen Revolution prägten die vielen Mönche und Klosteranlagen die Stadt.

Neben dem Gandan-Kloster kann man in Ulaanbaatar das Nationalhistorische Museum, den ehemaligen Winterpalast des Bogd Khan, das Zanabazar Museum und viele weitere besuchen.

In den Jahren von 2010 bis 2013 kehrte sich der Braindrain um und viele im Ausland studierte Mongolen kamen in ihre alte Heimat mit neuen Ideen und Fertigkeiten zurück. In den letzten Jahren hat sich dies nun wiederum geändert und viele Mongolen suchen ihr Glück in anderen asiatischen Ländern, aber auch in Amerika und Europa.

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