Gesundheit

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Lebenserwartung

Die Mongolei ist ein klimatisch extremes Land. Es verwundert daher nicht, dass die mittlere Lebenserwartung der Mongolen niedrig ist. In den Wendejahren Anfang der 90er sank sie stark ab. Die Versorgung mit Lebensmitteln wurde schlechter, Alkohol wurde immer mehr eine Fluchtmöglichkeit aus dem tristen Alltag.  Seit Jahren steigt die Lebenserwartung nun wieder kontinuierlich an. Zu beachten ist, dass die Menschen schneller altern als anderswo und das Leben eine ganz andere Geschwindigkeit hat. Insbesondere auch der Unterschied in der Lebenserwartung von Männern und Frauen ist gewaltig. Männer sterben im Durchschnitt 10 Jahre früher. Die Gesundheitsvorsorge Mongolei ist ein Problem. Während Frauen eine Lebenserwartung von 70 Jahren haben, liegen Männer nur bei 60 Jahren.

Alkohol und Nikotin

Vor allem der hohe Alkoholkonsum in der Mongolei beeinflusst die Lebenserwartung weiterhin. In den letzten Jahrzehnten ist der Alkoholkonsum zurück gegangen. Vodka ist nicht mehr stark verbreitet sondern Bier ist nun die Wahl.

Auch der Nikotinkonsum ist seit strengen Gesetzen seit 2013 deutlich zurückgegangen. Insbesondere sind nun Nichtraucher deutlich besser geschützt, da in Bars, Kneipen, Restaurants und Clubs ein Rauchverbot herrscht. Du solltest Dir als Nichtraucher in der Mongolei nicht zu viele Gedanken machen, aber auch als Raucher wirst Du die Mongolei lieben: Ein Päckchen Zigaretten kostet gerade einmal einen Euro.

Infektionskrankheiten in der Mongolei

In der Mongolei gibt es eine Reihe Infektionskrankheiten. Es gehört zu den wenigen Ländern der Welt in denen die Pest noch endemisch ist. Du musst insbesondere bei Nagetieren insbesondere bei Murmeltieren auf dem Land aufpassen.

AIDS in der Mongolei ist nicht besonders verbreitet. Es gibt in den offiziellen Statistiken nur einige Hundert HIV-Infizierte. Im Jahre 2007 wurde noch von nur 28 HIV Infizierten gesprochen (Unicef), nun soll die Zahl 10 mal so hoch liegen (UNAIDS) und die Dunkelziffer könnte auch hoch liegen. Die Entwicklung ist alarmierend. Andere sexuell übertragbare Krankheiten (STD / STI) wie Syphilis sind noch stark verbreitet.

Grippewellen sind wegen möglichen Vitaminmängeln und Mangelernährung gefährlich. Oft reagiert der mongolische Staat mit Informationskampagnen und starken Einschränkungen während solcher Grippewellen. Ein Beispiel von 2017 – 2018 kannst Du hier nachlesen.

Luftverschmutzung

Zur Gesundheitsvorsorge Mongolei gehört, dass Du Dich von Mitte Oktober bis Mitte April in Ulaanbaatar auf eine extreme Luftverschmutzung einstellen musst. Ulaanbaatar ist im Winter die Stadt mit der schlechtesten Luft weltweit – weit schlimmer als die Verhältnisse in chinesischen Städten. Auf dem Land hingegen ist es die schlechte Luft in den Gers (mongolische Jurten) oder den Holzhütten. Du solltest also darauf achten, dass der Herd problemlos arbeitet und es keine Löcher gibt, die Rauch in die Jurte leiten. Wie überall auf der Welt auf keinen Fall glühende Kohlen im Zimmer oder der Jurte haben wegen hoher Vergiftungsgefahr!

Luftverschmutzung in Ulaanbaatar
Luftverschmutzung in Ulaanbaatar. Die Werte erreichen Höchstwerte

Gute Krankenhäuser in der Mongolei

Die Gesundheitsversorgung ist in großen Teilen des Landes mangelhaft. Außerhalb von Ulaanbaatar wirst Du kaum Glück haben ordentliche Krankenhäuser zu finden. Es ist wichtig Erstehilfe Mittel zu haben. In Ulaanbaatar kannst Du Dich an SOS Medica und das Songdo Hospital wenden.

Krankenversicherung

Für Deine Reise brauchst Du eine vernünftige Krankenversicherung die die Risiken in der Mongolei und einen nötigen Rücktransport mit einbezieht. Des weiteren solltest Du Dich mit den Krankenhäusern vor Ort vertraut machen. Außerhalb Ulaanbaatars wirst Du ggf. keine Englischsprachigen Ärzte finden. In Ulaanbaatar ist das SOS Medical und insbesondere das Songdo Krankenhaus im Stadtzentrum und das Grand Med im Süden der Stadt zu nennen. Falls möglich empfiehlt es sich aber in die Krankenhäuser Europas, oder auch nach Peking oder Seoul zu reisen.

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