Klima

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Das Klima in der Mongolei

Das mongolische Klima ist vor allem trocken und extrem. Extrem sind insbesondere die Temperaturschwankungen im Jahresverlauf, häufig allerdings auch im Tagesverlauf. Ähnlich verhält es sich mit dem Regen. Die Luftfeuchtigkeit im Jahresmittel ist gering und Regen oder Schnee fällt selten. Manchmal fällt ein ganzer Monat lang kein Niederschlag. Der meiste Regen fällt vor allem von Mitte Juni bis Ende August. Einzelne Regenschauer können allerdings schnell Überschwemmungen in den Städten und auch auf dem Land hervorrufen. Viele Böden sind steinig oder verhärtet und die Natur kann nur wenig Wasser aufnehmen. In den Städten ist das Kanalsystem nicht leistungsfähig. Kleine Bäche werden dann zu reissenden Flüssen, die nicht mehr überquert werden können. Dies ist auch eine wichtige Klimagefahr in der Mongolei. Zu anderen Gefahren erfährst Du hier mehr.

Ulaanbaatar – die kälteste Hauptstadt der Welt

Ulaanbaatar ist die kälteste Hauptstadt der Welt – noch vor Astana in Kasachstan. Der Winter hält ein halbes Jahr an und kann Tiefsttemperaturen von -45 Grad erreichen. In jedem Winter fällt das Thermometer auf mindestens -35 Grad. Für einige Wochen steigen die Temperaturen auch nie über – 20 Grad. Du musst Dich also auf einiges gefasst machen. Auch auf sehr trockene Innenräume durch Heizungsluft.

 

Blauer Himmel

Die Mongolei ist wegen der geringen Niederschläge auch als Land des ewigen blauen Himmels bekannt. Nur selten sind Wolken zu sehen. In der Hauptstadt kann der Himmel allerdings auch durch starke Verschmutzung verdeckt sein. Auf dem Land kannst Du dagegen sehr gut Sterne beobachten.

Starke Temperaturunterschiede

Das Klima in der Mongolei zeichnet sich auch durch starke Temperaturunterschiede aus. Diese sind wegen des kontinentalen Klimas extrem. Der lange arktische Winter in der Mongolei ist Normalität und auch um Ulaanbaatar kannst Du noch im Juni auf Wanderungen in den Hügeln Schnee finden. Von November bis Ende März bleiben die Temperaturen tagsüber und in der Nacht unter dem Gefrierpunkt und Tiefsttemperaturen von -40 bis -45 grad sind keine Seltenheit. Wahrscheinlich planst Du im Sommer in die Mongolei zu reisen. Hier solltest Du trotzdem sehr vorsichtig sein. Jedes Jahr erfrieren Touristen im Juni oder September. Während die Tage sehr warm werden, kann die Temperatur in der Nacht unter 0 fallen.

Dsuud – eine Kältekatastrophe

Besonders lange und kalte Wochen oder Tage – häufig verbunden mit starken Winden werden Dsuud genannt. Diese Wetterextreme treten alle 3-5 Jahre auf und können zu erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen führen. Für einige Tage oder Wochen fällt das Thermometer auf – 40 Grad und der Wind verstärkt den Effekt auf Mensch und Tier. Zudem vereisen Weiden und sogar Stallungen. Die Nomaden verlieren oft viele ihrer Tiere und sind im Frühling gezwungen in die Stadt zu ziehen um dort ihr Glück zu versuchen. In manchen Dsuudperioden sterben 2-5 Millionen Tiere, 5-25% der gesamten Population. In manchen Landesgegenden sterben auch alle Tiere.

Klima in der Gobi

In der Gobi, im Süden des Landes steigen die Temperaturen im Frühling schneller an. Der Süden und Osten liegt oft auch unter tausend Höhenmeter, während die Hauptstadt, der Norden und Westen alle über tausend Höhenmeter liegen. Die täglichen Schwankungen sind dabei extrem. Temperaturen im Schatten um 20 Grad und in der Sonne von 30 Grad können nachts in Werte um oder unter dem Gefrierpunkt umschlagen. Die Unterschiede zwischen Tag und Nacht können so leicht 30 Grad ausmachen. Sei daher besonders im Mai, Anfang Juni und September vorsichtig falls Du im Zelt übernachten möchtest! In der Mongolei ist es im Juli durchgehend warm, wenn auch mit starken Schwankungen und oft auch starken Regenfällen.

Wind in der Mongolei

Die Mongolei gehört wegen der geringen Bewaldung und den großen Temperaturschwankungen auch zu den windigsten Ländern der Welt, insbesondere im Frühling kann es zu starken Winden kommen. Je nach Windrichtung kann sich das Wetter dadurch auch schnell ändern. In den letzten Jahren hat die Mongolei angefangen diese Ressourcen nutzbar zu machen und erste Windkraftanlagen wurden installiert.

Die beste Reisezeit für die Mongolei:

Reitreisen: Am besten eignet sich für eine Reitreise in der Mongolei die Zeit von Mitte Mai bis Ende September. Im Juli fällt der meiste Niederschlag, von daher ist es oft davor oder danach besser.

Wandern: Am besten eignet sich der Juni und der August für Wanderungen in den Bergen der Mongolei.

Kunst- und Kulturreise: Für Kunst- und Kulturliebhaber bietet es sich an den Juli zu meiden, da viele Kulturveranstaltun

Naadam: Naadam ist ein wichtiges Fest in der Mongolei. Das Fest wird Mitte Juli gefeiert und die Preise um diesen Zeitraum steigen stark an. Auch sind viele Hotels während dieser Zeit ausgebucht.

 

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