Sternschnuppenregen

Sternschnuppenregen

Die klare Luft, Höhenlage und Dunkelheit machen die Mongolei zu einem guten Ort um Sterne, Planeten, den Mond insbesondere aber auch Sternschnuppen zu beobachten.

Dafür solltest Du Dich gründlich vorbereiten: Es kann kalt werden und am besten Du schnappst Dir eine Isomatte, Wolldecke oder andere Unterlage auf der Du und Deine Sternschnuppenjagdfreunde sich niederlassen können. Suche Dir einen sanften Hang in der Nähe des Huvsgulsees, Terelj oder anderswo, mindestens 100 Meter vom nächsten Camp oder der nächsten Straße entfernt und lausche in die Nacht hinaus. Natürlich schadet es nicht eine Thermoskanne mit warmem Tee oder Kaffee dabei zu haben und einen Talisman oder andere magische Artefakte.

Und nun mache Dich darauf gefasst, wie einige Dutzend Sternschnuppen an Dir vorüber ziehen. Halte Dir also auch ein paar Wünsche dafür parat. In der Mongolei gibt es auch auf dem Land magische Kraftlinien, die sich schneiden und zu Punkten höchster Energie verbinden – und gleichzeitig ist der Himmel erleuchtet durch die Milchstraße und bereist von den kleinen Meteoren deren äußerste Vertreter kalt in die Atmosphäre eintreten und dort einen glühenden Schweif verursachen sobald sich der gefrorene Kern durch die Reibung mit der Luft aufheizt und zu glühen beginnt. Diese glühenden Meteoriden ionisieren die sich umgebenden Teilchen der Atmosphäre welche Leichterscheinungen hervorrufen. Sternschnuppen verglühen dabei in der Hochatmosphäre, ein Bereich von 80 bis 300 km über der Erde in der es praktisch keinen Luftdruck mehr gibt, die atmosphärischen Teilchen aber in der Lage sind die bemerkenswertesten Erscheinungen hervorzurufen: Nordlichter tanzen in diesem – eben nur fast – luftleeren Raum über die Arktis. Nachtwolken schimmern in diesen Bereichen und selbst Funkwellen und Magnetfeld sollen hier beeinflusst werden. Und Du kannst beobachten wie es sich verhält wenn Meteoriden mit hoher Geschwindigkeit durch die Hochatmosphäre rasen.

Selten kommt auf der Erde noch etwas davon an – auszuschliessen ist es natürlich nicht. Du kannst daher natürlich gerne einen Helm und Schutzausrüstung anziehen und hast somit den Kopf und weitere Körperstellen gegen Meteoriten, und natürlich auch gegen die wesentlich häufiger auftretenden Mückenstiche geschützt. Allerdings durchschlagen die meisten Meteoriten diese Helme glatt und Mücken werden ggf. trotzdem einen Weg finden. Also bereite Dich lieber mit Mückenspray vor.

Wende Dich also wieder von den Mücken ins Weltall. Aus zerborstenen, großen Kometen bilden sich oft Meteorschwärme, die parallel um die Sonne kreisen und die Erde an bestimmten Daten streifen. Mit jedem Fall verlieren diese Meteorschwärme an einzelnen Meteore und insgesamt an Masse, so dass die Intensität und Häufigkeit mit der Zeit abnimmt – und die bekannten Meteorschwärme werden durch andere ersetzt. In den letzten Jahrzehnten war der Sommer immer die beste Zeit zum Beobachten von Sternschnuppen – nicht zuletzt da die Gefahr dass Deine Haare am Boden festfrieren am geringsten ist.

Die Perseiden, einer der stärkste Meteoritenschwarm unserer Zeit streift die Erde von Ende Juli bis Ende August. Für das Jahr 2017 wirst Du am 11.-13. August Nächte voller Sternschnuppen geniessen können – aber auch schon davor hast Du sicherlich viel Erfolg. Diese ziehen häufig von Osten nach Westen über den Sternenhimmel. Es lohnt sich ähnliche Bahnen zu verfolgen, da viele Sternschnuppen auch parallel zueinander sich im Raum bewegen. Die Erdrotation trägt auch zu den ost-westlichen Wanderungen bei. Natürlich kann es beim Eintritt in die Atmosphäre Änderungen geben, aber es bleiben häufig Gemeinsamkeiten.

Im Dezember wandert der Gememiniden Meteorstrom an der Erde vorbei und seine Ausläufer sorgen für einen noch stärkeren Sternschnuppenregen als die Perseiden. Allerdings ist der Dezember keine gute Zeit um bei minus 20 Grad in die Sterne zu schauen. Genausowenig bieten sich die Quadrantiden, der dritte starke Strom – dieses Mal Anfang Januar gelegen an. Als Wünsche werden dann wohl nur noch Wärme überbleiben. Im Herbst ziehen die Tauriden an der Erde vorbei – eine weitere Möglichkeit Sternschnuppen zu sehen.

Dich könnte auch interessieren, dass unsere Augen unglaublich gut sind: Die meisten Sternschnuppen sind nur 1 bis 10 Millimeter groß und hunderte Kilometer von uns entfernt.

 


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