Was sagen Reiseberichte über die Mongolei

Was sagen Reiseberichte über die Mongolei

Reiseerfahrungen Mongolei

Mongolin in traditioneller Kleidung
Mongolin trägt traditionelle Kleidung von Adeligen aus den Jahrhunderten der großen Mongolischen Blütezeit

Die Mongolei bietet einmalige Reiseerfahrungen. Die Weite des Landes, die unberechenbare Natur und die ganz unterschiedlichen Begegnungen bieten Stoff für ganze Romane.

Leider findest Du dazu online oft nichts richtiges. Es gibt hin und wieder etwas bei TripAdvisor oder anderen Portalen. Noch häufiger sind die weichgezeichneten Marketinggeschichten der verschiedenen Reiseanbieter.

Hier liefern wir Dir dagegen was Reisende selbst zu berichten haben:

Mongolei – ein Traum von vielen

Viele Reisende sprechen davon, dass sie sich lange gewünscht haben in die Mongolei zu reisen. Sie träumen davon diese Reise mal anzutreten. Auch die Nooba Familie träumt davon. Aber auch Gabriele bei neue Wege. Begeistert hat Gabriele vor allem die Tier- und Pflanzenwelt:

Auf der gesamten Reise gab es zahlreiche Pferde-, Yak- Schaf- und Ziegenherden, Murmeltiere, Raubvögel aller Art und sogar Geier beim Aas.
Ich war fasziniert von der Vielfalt der Pflanzenwelt. Wer hätte gedacht, dass es in der Wüste Gobi nach Zwiebel riecht?

Mit dem Auto und Van in die Mongolei

Es gibt eine große Overlandergemeinde, die in die Mongolei kommt. Viele haben früher im Oasis eine Anlaufstelle in Ulaanbaatar gefunden. Jetzt gibt es ein paar weitere Alternativen. Die Reise kann durch Russland führen. Andere nehmen eine Südroute über die Türkei, den Iran und Zentralasien. Klar ist aber, es geht oft nicht ohne Pannen:

Gleich am ersten Tag nach der Einreise in die Mongolei haben wir ein Problem mit unserem Auto. Wie so oft stehen wir irgendwo in der „Pampa“ draussen und was passiert: am Morgens springt der Motor nicht mehr an! Am Abend war noch alles ok und nun geht gar nichts mehr! Dies ist wohl der Alptraum von jedem Reisenden, welcher wie wir, meist alleine unterwegs ist. Daniel versucht die Ursache des Problems zu finden und stellt fest, dass mit der Starterbatterie etwas nicht in Ordnung ist. Wir können kaum glauben, dass ausgerechnet die speziell für den Offroadeinsatz getestete teure grosse Batterie den Belastungen der Holperpisten nicht gewachsen ist! Durch eine Verbindung der Verbraucherbatterien mit der Starterbatterie, können wir wenigstens den Motor starten und weiterfahren. Daniel testet die Leistung der Batterie mehrmals, kommt jedoch immer zum selben Ergebnis: die Batterie muss im Innern gebrochen sein! Wir haben keine andere Wahl: wir müssen uns von der defekten Batterie trennen und kaufen auf dem nächsten Automarkt ein billiges chinesisches Produkt. Eins haben wir jetzt gelernt: Gross, teuer und als Testsieger unter den Batterien angepriesen, hält nicht immer was es verspricht! Das chinesische Modell ist billig und verspricht nichts. Bis jetzt hält sie ….

So wurde zumindest Daniel und Silvia wieder mobil. Mehr dazu findest Du auf ihrem Blog spuren4x4.

…oder mit dem Motorrad

Aber auch auf dem Mofa gibt es Unfälle. Wir raten Dir wirklich vorsichtig zu sein. Hansi und Ratz haben auch erfahren, dass es manchmal keine gute Reparaturen gibt, sondern einfach alter Wein in neuen Schläuche (oder alte Schläuche in neue Reifen) gefüllt wurden.

Zuerst musste ich in St. Petersburg feststellen das beim Hinterrad die falsche Laufrichtung montiert war.
Nach Demontage des Hinterrades stellten wir noch einen Defekt an dem Radlager fest.
Auf dem Weg nach Litauen hatte ich auf der Autobahn einen Druckverlust am Vorderrad.
Ein Sturz bei 90 KmH war die Folge. In mein dahin-schlitterndes Motorrad sind dann noch 2 Motorradfahrer aus Estland hinein gefahren.
In Vilnius (Litauen) hat sich beim dortigen BMW Händler herausgestellt das der 4 mal geflickte Schlauch wieder verbaut wurde.

…oder mit dem Flugzeug

Zumindest hört es sich einfach an… aber nicht, wenn der Flug am Tag des WM Endspiels vom Flugplatz des WM Endspiels abgeht. Aber in Ulaanbaatar fand er es wohl nicht so schön:

Ulanbaataar ist und bleibt für einen Touristen völlig uninteressant, obgleich es die absolute Metropole der Mongolei ist.

Helmut und seine Freunde haben dabei trotzdem viel Spaß. Insbesondere beim Naadam Festival. Aber auch sie haben Abenteuer erlebt. Pascal hatte einen Motorradunfall…

Die Schulter ist gebrochen, ich kenne meinen Körper und spüre, dass sich da was bewegt, was sich nicht bewegen sollte

 

Transmongolische Eisenbahn mit Kindern

Gabriela Urban von Mami bloggt war leider bisher nicht in der Mongolei. Sie hatte allerdings mit ihrer Familie eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn quer durch Russland gemacht und hier einen Tipp für Dich:

Für uns war in der Transsibirischen Eisenbahn vor allem eine Mehrfachsteckdosenleiste besonders wichtig, da in manchen Zügen nur 3 Steckdosen im Gang sind und der Bedarf oft natürlich viel grösser ist.

Aber am wichtigsten: Gabriela zeigt, dass es auch mit „Kind und Kegel“ möglich ist eine so lange Eisenbahnreise zu unternehmen.

 

Rock n Blog in der Mongolei

Auch Mandy ist mit der Eisenbahn losgefahren. Dann allerdings im Gegensatz zu Gabriela den Transmongolischen Zweig genommen. Hier findest Du ihren sehr schönen Reisebericht mit vielen Fotos.

Ganz besonders: auf dem Land bekommt Mandys Gruppe sogar vegetarisches Essen.

Wir werden mit leckeren (vegetarischen!) Teigtaschen bekocht. Dazu gibt es Tee und warme Stutenmilch.

Bei normalen Nomaden ist es sehr selten vegetarische Teigtaschen zu bekommen. Nomaden, die häufig Touristen zu Besuch haben, stellen sich immer mehr darauf ein.

Eine weitere wichtige Erkenntnis schreiben sie über Pferde.

Dabei ist ein sehr witziger Guide, der kaum Englisch spricht und uns die ganze Zeit erklärt, dass sein Pferd ja das schlaue Guide-Pferd ist und unsere nur doofe Touri-Pferde seien. Denn Touri-Pferde laufen einfach dem Guide-Pferd hinterher, bleiben stehen wenn das Guide-Pferd stehen bleibt etc. – das stimmt tatsächlich, er hat’s uns gezeigt. Sein Pferd ist im Gegensatz zu unseren ein wirklich ungestümes Tier, das er die ganze Zeit im Zaum halten muss. Ich dagegen bin ganz froh, auf einem doch recht gemächlich dahin trottenden Pferd zu sitzen.

Viele von uns haben dies wohl schon so erfahren!

Also oben gibt es einige Alleinreisende. Beatrice hat allerdings vor allem Reisende mit Reiseführern getroffen:

Besonders in den abgelegenen Gebieten habe ich keine Reisenden getroffen, die allein unterwegs waren. Mit genügend Abenteuerlust ist es sicherlich möglich, aber die meisten Mongolei-Interessenten dürften sich vermutlich – wie ich – einer organisierten Tour anschliessen oder zumindest mit einem eigenen Fahrer unterwegs sein.

So war Roger zum Beispiel mit Steppenfuchs in der Mongolei. Hier findest Du die Details.

Bike to Asia war mit dem Fahrrad Hunderte Kilometer durch die Zentralmongolei gefahren.

Oder es ging über die Seidenstraße.

 

In einer Jurte leben

Viele der Besucher der Mongolei haben ein paar Nächte in einer Jurte verbracht. Hier ein paar Eindrücke.

Suzy und Lars:

Ich sitze in meiner eigenen, bunten Jurte, außen scheint endlich wieder (nach Dauerregen gestern und einer Nacht bei 13,5 Grad in der Jurte) die Sonne, aber es pfeift ein eisiger Wind. Gerade habe ich 2x eine Hornisse aus meiner Jurte befördert, während meine Nachbarin in ihrer zwei Erdhörnchen entdeckt hat.

Viele dieser Berichte helfen Dir sicher weiter, aber es gibt auch eine Menge Erfahrungen darin, die sich so überhaupt nicht matched mit dem, was wir erlebt haben.

Aber die Leute hier scheinen ziemlich zufrieden zu sein. Wir haben noch keinen Bettler gesehen

Zudem hat sich seit den Reiseberichten sehr viel getan. Mittlerweile gibt es durchaus einige gute Straßen in der Mongolei. Vor 10 Jahren gab es fast nur Schotterpisten außerhalb der Hauptstadt Ulaanbaatar. Hier ist nochmal eine solche Erfahrung aus dem Jahr 2012 von Heike und Oscar.  Sie erlebten den Bau der Straße, die wir jetzt genießen können.

Aus UB raus ist die Strasse katastrophal, Teer nur bruchstückhaft vorhanden, Umleitungen über die Felder…aber es wird kräftig gebaut, bestimmt ist nächstes Jahr die neue Verbindung fertig.

Hast Du noch weitere Berichte und Erfahrungen die Du hier mit uns teilen willst. Dann bitte schreibe ein Kommentar! Wir freuen uns auf eine wachsende Anzahl an Berichten.


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